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Babyerstausstattung - das braucht Dein Baby am Anfang

Trinkmenge beim Baby – was du wissen und worauf du achten musst

Muttermilch im Milchfläschen

Wieviel trinkt ein Baby – Muttermilch im Milchfläschen Foto: ©yana136 – stock.adobe.com

Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist lebensnotwendig. Für ein Baby ist sie nocht wichtiger, denn hier ist es oft Trinken und Essen in einem. Während bereits ältere Kinder und erst recht Erwachsene eigenständig auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit achten können, liegt es bei einem Baby an den Eltern darauf zu achten und verantwortungsvoll den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden.

Trinkmenge beim Baby bestimmen

Am ersten Tag nach der Geburt hat der Magen eines Babys ein Volumen von gerade einmal 5-7 ml. Das entspricht etwa einer Kugel mit dem Durchmesser einer 20 Cent Münze. Dieses Volumen hat sich bereits am 3. Tag vervierfacht und mit 6 Monaten ist es bereits 30x so groß. Jede Mahlzeit sollte nicht ganz einem vollen Magen entsprechen. Die Finkelstein-Regel besagt: Alter in Tagen minus 1 mal 50 = Trinkmenge pro Tag. Sie ist bis ca. 200 ml gut geeignet. Darüber hinaus ist Körpergewicht (in Gramm) durch 6 = ml/Tag ein guter Richtwert. Denk daran, dass diese Mengen sich auf ca. 8 Mahlzeiten pro Tag verteilen – dein Baby wird dir schon sagen wann es Zeit ist!

Trinkmenge für Neugeborene

Entsprechend der genannten Regeln und der Wachstumsgeschwindigkeit ergeben sich grob folgende Richtwerte pro Mahlzeit:

  • Tag 1: 2 – 20 ml
  • Tag 2: 10 – 30 ml
  • Tag 3: 20 – 40 ml
  • Tag 4: 30 – 50 ml
  • Tag 5: 40 – 60 ml
  • Tag 6: 50 – 70 ml
  • Tag 7: 60 – 80 ml
  • Tag 8: 70 – 90 ml
  • Tag 9: 80 – 100 ml
  • Tag 10: 90 – 110 ml

Denk aber daran, dass der Magen deines Babys sehr schnell wächst und vor allem an Dehnbarkeit zunimmt. Auch hat das Baby nicht immer gleich viel Hunger. Lass es so oft und viel / wenig trinken wie es will und wecke Langschläfer allerspätestens nach 5 Stunden. Du wirst merken, dass die Nahrungsmenge zwar zwischen den Mahlzeiten stark schwanken, am Ende des Tages jedoch passen wird.

Trinkmenge für ein Frühchen

Bei Frühchen wird die Ernährung von fachkundigen Medizinern überwacht, sodass du dir zumindest darüber wenig Gedanken machen brauchst.

Grobe Anfangsrichtwerte sind:

  • unter 1000 g: 0,5 ml pro Mahlzeit (12 Mahlzeiten)
  • über 1000 g: 1 ml pro Mahlzeit (12 Mahlzeiten)
  • über 1500 g: 3-5 ml pro Mahlzeit (8 Mahlzeiten)

Um das Wachstum des Magens anzuregen wird der Anfangsrichtwert bei jeder Mahlzeit um jeweils 0,5 / 1 / 3-5 ml gesteigert.

Was dürfen Säuglinge neben Milch noch trinken?

In den ersten 4, besser 6 Monaten sollte die Muttermilch die einzige Flüssigkeits- und Nahrungsquelle sein. Einzige Ausnahmen sind Durchfall, Fieber oder besonders heiße Sommertage. Mit der ersten Babynahrung (zwischen dem 5. und 7. Monat) steigt der Flüssigkeitsbedarf des Babys. Dann solltest du bevorzugt Wasser oder als Zweitlösung ungesüßten Früchte- und Kräutertee anbieten. Da Kräuter immer auch gewisse naturmedizinische Wirkungen haben solltest du dringend darauf achten nie die gleichen Kräuter für zu lange Zeiträume (maximal 3 Wochen) zu nutzen, sondern immer Abwechslung schaffen!

Wie überprüfst du die Trinkmenge beim Stillen?

Eine junge Mutter stillt ihr Baby mit Hilfe eines Stillkissens

Eine junge Mutter stillt ihr Baby mit Hilfe eines Stillkissens Foto: © Trendsetter Images – stock.adobe.com

Die Trinkmenge beim Stillen kannst du gar nicht direkt überprüfen. Ein gesundes, altersgerechtes Verhalten und eine kontinuierliche Entwicklung sind die besten Hinweise darauf, dass alles stimmt. Regelmäßiger Stuhlgang (ca. 3x pro Tag), 5-8 nasse Windeln (etwa 6 Esslöffel voll Flüssigkeit pro Windel), keine eingesunkene Fontanelle und ca. 100 g Gewichtszunahme pro Woche sind gute Hinweise, dass alles stimmt.

Wenn das Baby nicht genügend trinken möchte – Ursachen

Anfangs kann es sein, dass sich das Baby nur nicht oft genug selbständig meldet. Biete ihm öfter die Brust oder Flasche an. Manche Babys bevorzugen einfach sehr viele sehr kleine Mahlzeiten und sollten dafür selbst alle 1,5-2 Stunden, auch nachts, geweckt werden. Die Trinkposition kann unbequem oder die Umgebung zu unruhig sein.

Eine gute Trinkhaltung ist dich auf den Rücken zu legen und das Baby auf deinem Bauch zu halten. Ab da machen selbst die meisten Neugeborenen alles ganz alleine richtig. Hilfreich ist auch die Nutzung eines Stillkissens.

Achte darauf, dass du keine neuen, anders riechenden Körperpflegeprodukte nutzt. Dein natürlicher Körpergeruch ist für Neugeborene sehr, sehr wichtig (auch wenn Erwachsene das anders sehen!). Später kann ein wenig Muttermilch im Wasser, Gemüsesaft, Fruchtsaft oder Tee helfen. Verdünne diese jedoch möglichst weit, damit der Geschmack nur zum Trinken anregt, jedoch nicht alleiniger Anreiz wird! Wenn es um eigenständiges Trinken geht, sind Schnabeltassen ein sinnvoller Zwischenschritt zum Becher.

Wie viele Mahlzeiten braucht mein Baby und was bedeutet Stillen/Füttern nach Bedarf?

Babys trinken etwa 8x am Tag, manche bevorzugen auch öfter kleinere (bis zu 12) Portionen. Seltener sind wenige (zumindest 5-6) größere Portionen üblich. Füttern nach Bedarf bedeutet einfach nur, dass dein Baby sich selber meldet, wann es Hunger hat und du dann auf jeden Fall direkt fütterst. Das kann sogar späteren Essstörungen vorbeugen, als wenn du das Baby nach deinen Vorstellungen „vollstopfst“ damit es länger satt ist.

Wie kannst du die Trinkmenge deines Babys steigern?

Achte darauf die Ursache, wie weiter oben ausführlicher behandelt, für zu geringe Trinkmengen zu beseitigen. Wenn du damit Erfolg hast, dann wird dein Baby von ganz alleine so viel trinken, wie es braucht. Falls gar nichts hilft, solltest du einen Arzt oder eine Hebamme konsultieren.

Fazit

Auch wenn es viele Dinge gibt, auf die du achten musst, solltest du dir keine großen Sorgen machen etwas falsch zu machen. Jedes Baby ist einzigartig und hat immer etwas eigene Ansprüche, die du als Mutter oder Vater mit der Zeit kennen und verstehen lernen wirst.


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